Hundsport -
Zughundesport
Welcher Hund wird als Zughund bezeichnet?
Antwort: Dieser, der in der Lage ist einen Wagen zu ziehen.
Die ersten geschichtlichen Anfänge der Zughunde
führen auf das Jahr 1914. In allen am Ersten
Weltkrieg
beteiligten Nationen wurden Hunde für
die vielfältigsten Aufgaben eingesetzt. Sie
fanden
Verwendung als Wach- und Schutzhunde, Melde-,
Lawinen- und Suchhunde sowie als Bast (Trage)
und
in sehr großer Zahl auch als Zughunde.
Welche Hunde eignen sich zum Wagenziehen?
Im Prinzip fast alle großen Rassen. Der zu ziehende Wagen sollte nur
dem Hund angepasst sein.
In der Schweiz, Österreich, Belgien und weiteren
Ländern, wo Zughundeprüfungen stattfinden,
wird verlangt, die Widerrisshöhe
des Hundes muss ab 50 cm betragen und ein Gewicht ab 30 kg.
In welchem Alter kann man die Zughundausbildung
beginnen?
Bereits im Welpenalter sollte man mit der Grundausbildung (Gehorsam, Gewöhnung)
beginnen.
Diese Arbeit umfasst das spielerische Anlegen des Zuggeschirrs und
Mitlaufen neben einem
erwachsenen Hund. Sobald der Junghund seine grundlegenden
physikalischen Eigenschaften
erreicht hat (Größe, Kraft, Knochenbau),
kann man mit der weiteren Ausbildung anfangen. Diese
sollte aber nicht vor
18 Monaten und nicht bevor der Hund geröntgt ist beginnen, da bis dahin
das
Skelett und Muskulatur sich noch ausbilden.
Ausbildung
Die Meinungen, wie man den Hund vor dem Wagen führt, gehen wie bei so
vielen Dingen auch dort
auseinander. Sicher hat jede Art der Führung seine
Berechtigung, zum Beispiel die Pulkastange
(Pulka - Geschirr), die Führleine
am Geschirr oder auch, die Leine ganz normal am Halsband
(Halsung). Die Pulkastange
fällt bei verschiedener Meinung aus, die Bewegungsfreiheit des Hundes
wird
eingeschränkt, hat aber den Vorteil den Hund besser dirigieren zu
können. Das Führen am
Geschirr halten wir für ganz ungeeignet,
da man keinen Einfluss auf den Hund hat. Das Führen am
Halsband sind die
ideale Methode. Nach einer normalen Unterordnungsausbildung sollte jeder Hund
an
lockerer Leine gehen, danach reagiert der Hund auf kleine Leinenhilfen und
führt die
Kommandos locker aus, weiterhin glaubt man mit der Ansicht,
dass der Hund in unvorhersehbaren
Situationen (die auch bei dem bestausgebildeten
Hund eintreten können) am richtigen Halsband
leichter und besser unter
Kontrolle zu bekommen ist.
Zughundesport in Deutschland findet in zwei Arten
statt, Zughundewanderungen und
Zughundevorführungen.
Die Begutachtung der Hunde, deren Wagens und deren
Zugtechnik wird von
prädestiniertem Juri nach
ausgeklügeltem System unternommen.
Noch ein kleiner Hinweis, es ist verboten:
1. -einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen
es wegen seines Zustandes
offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich
seine Kräfte übersteigen.
2. -der Hunderennsport in Deutschland ist nicht kommerziell, d.h.,
es dürfen keine Geldwetten
abgeschlossen werden und die Hunde werden nicht
zu Rennmaschinen.
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