Hundsport -
Windhundrennsport
Soll im weitesten Sinne die Leistungsfähigkeit
der Windhunde erhalten und damit auch der
Gesundheit
der Rasse dienen.
Eines ist allen Windhundrassen gemein, ein stark
ausgeprägter Jagd- oder besser gesagt Hetztrieb.
Schließlich
wurden sie über Jahrhunderte
zu diesem Zweck gezüchtet. Bei Windhundrennen
wird
dieses angeborene Verhalten stimuliert und den
Hunden somit die Möglichkeit gegeben, ihre Energie
und
ihren Bewegungsdrang rassetypisch umzusetzen.
Der Hintergedanke dieser Hunderennen war es eine
Art Ersatzhetze für die nicht mehr mögliche
freie
Jagd zu bieten.
In Deutschland werden im Gegensatz zu anderen Staaten,
wo der Hunderennsport professionell
betrieben wird,
ausschließlich Amateurrennen veranstaltet.
Dabei unterscheidet man zwischen Bahnrennen und
dem sogenannten Hetzjagd.
Ein Wort zum Profirennsport:
Hier hat sich in jenen Ländern, wo kommerzielle Rennbahnen mit Wettbetrieb
betrieben werden
(USA, Spanien, Großbritannien oder Irland), buchstäblich
eine Industrie entwickelt, die sich
ausschließlich am Profit aus dem
Hunderennen orientiert. Die eingesetzten Hunde werden meist
unter schlechtesten
Bedingungen gehalten, unzureichend oder gar nicht veterinärmedizinisch
versorgt,
misshandelt und am Ende ihren kurzen Rennkarriere finden nur die wenigsten
einen
Platz in einer Privatfamilie. Der größte Teil der
Hunde wird getötet, endet als Versuchstier in
Laboratorien oder wird auf
andere Art und Weise " entsorgt".
Jeder, der solch ein
Profirennen besucht oder auch noch Wetten abschließt,
muss sich darüber im
klaren sein, dass er
damit nicht nur diese kommerzielle Tierquälerei
toleriert sondern unterstützt.
Im Allgemeinen hetzen bei dieser Hundesportart die
Windhunde (in der Literatur auch Whippets
genannt)
auf einem Rasen- oder Sandgeläuf über eine
Distanz von mindestens 320 m. Vor ihnen
her wird
ein Lockmittel (Hasenfell oder Plastiktüte)
in einem unerreichbaren Abstand gezogen.
Für diese Hunderennen gelten bestimmte Regeln
und der Hund muss erst lernen, wie er sich
verhalten
muss, um einen störungsfreien Ablauf des Renngeschehens
sicherzustellen.
Bahnrennen
Bahnrennen finden auf einer ovalen Rennbahn statt. Es gibt Rasenbahnen, Sandbahnen
sowie
Rasenbahnen mit Sandkurven und Sandauslauf. Die Renndistanz beträgt
meist 480 Meter, für die
kleineren mit Rassen weniger. Bis zu maximal
sechs Hunde werden gleichzeitig aus einer Box
gestartet. Im Rennen verfolgen
Sie dann eine Attrappe den sogenannten falschen Hasen, der
an einer Schnur
vor ihnen hergezogen wird. Die Mannschaft, die bessere Zeiten erreicht hat,
gewinnt.
Gemachte Fehler werden berücksichtigt und verschlechtern im
Allgemeinen das
Endergebnis.
Hetzjagd (Coursing)
Ist eine Imitation einer Hetzjagd auf Kaninchen. Der Windhund als ehemaliger
Kaninchenjäger ist
prädestiniert für das Coursing. Voraussetzung
ist, dass die Sportanlage so ausgelegt ist, dass
dadurch einen natürlichen
Fluchtweg eines Kaninchen nachgestellt wird. Für diesen Zweck wird
eine
sogenannte Hasenschleppe querfeldein in natürlichem Gelände in
einem Zickzackkurs ausgelegt.
Die Hunde werden durch rote und weiße
Halsbänder oder Rennrückendeckchen unterschieden und
laufen jeweils
paarweise. Das Jagdverhalten wird nach einem ausgeklügelten System bepunktet.
Was
der einstige Kaninchenjäger in einem Coursing zeigen kann, ist:
Mut, Wendigkeit,
Reaktionsvermögen, Antrittstärke und Jagdeifer.
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