Hundsport - Schlittenhunderennen

Wenn die Zughunde keinen Wagen, sondern einen Schlitten im tiefsten Winter ziehen, sprechen
wir dann vom Schlittenhunderennen. Dieses Rennen ist weltweit sehr beliebt, von Kanada, Alaska
bis Skandinavien und Sibirien.

Aber wie sieht es aus bei uns in Deutschland?
Hier ein seriöser und gleichzeitiger unterhaltsamer Bericht aus Ziegelroda. März 2004 war auf den
superbreiten Pisten des Ziegelroader Gewerbegebietes wieder einmal Bewegung angesagt.
Anlässlich der Mitteldeutschen Meisterschaft im Hunderennsport kamen 66 Musher
(Schlittenhundeführer) aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen
mit über 300 reinrassigen Sibirischen Huskys bzw. mit ihren Mischlingsverwandten, den
Alaskaschen Huskys, ins Fahrercamp nach Ziegelroda.

Da es in dieser Jahreszeit in unseren Breiten kaum Schnee gibt, wurden die Hunde vor
mehrrädrige Karren gespannt. Gestartet wurde in der Veloklasse mit ein oder zwei Hunden vor
dem Fahrrad. Weiterhin gab es Wagengespanne mit zwei und mehreren Hunden. Die Königsklasse
ist natürlich die A Klasse bei der acht Hunde paarweise vorgespannt werden.
In der offenen O Klasse brachte das längste Gespann mit 11 Hunden fünfzehn Meter auf die Piste
durch den Wald. Bei den hohen Klassen ist der Wagen mit zwei Mushern besetzt, weil einer
allein nicht in der Lage ist, bei irgendwelche Problemen unterwegs die Hunde im Zaum zu halten.
Bei solch langen Gespannen muss sich der Musher voll auf seine Leittiere verlassen können, denn
bei Kurvenfahrten im unwegsamen Gelände hat er wenig Sicht bis zur Spitze. Erstaunlich der
Bewegungsdrang der Schlittenhunde. Um einen vorzeitigen Start des Gespanns zu verhindern,
mussten mehrere Helfer, die mit Macht vorwärts drängende Zughundemeute im Schach zu halten.
Die durchschnittliche Zeit, welche die Gespanne aller Klassen für die 5,6 km benötigten lag
zwischen 12 und 15 Minuten.

Info's zu den Klassen

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