Hundsport -
Clicker Teil 1
Ein Zitat aus dem Buch
von Birgit Laser "Clickertraining"
" ...Wer noch nie mit seinem Hund geclickert hat, der hat nie sein wirkliches
Potenzial kennen
gelernt...."
Die Arbeit mit Hundefreunde und Clicker basiert
auf wissenschaftlichen Erkenntnissen
in der Verhaltensforschung
und orientiert sich daran, wie Tiere lernen. In den
USA als
Ausbildungsmethode für Tiere aller Art
schon längst etabliert, ist das Clickertraining
auch in
Deutschland langsam auf dem Vormarsch. Als
Gegenstand ist der Clicker nichts weiter als ein
Knackfrosch, den man aus der eigenen Kindheit noch
kennt und wie es ihn heutzutage immer
noch im Spielwarenladen
für ein paar Cent zu erwerben gibt. Für die Hundeausbildung wird
meistens ein "Boxclicker" verwendet, eine etwas komfortablere Ausführung
des Knackfrosches.
Ob Knackfrosch oder Boxclicker, entscheidend ist es, dass
das Geräusch, das er von sich gibt,
kurz und prägnant ist (rein theoretisch
könnten Sie auch eine Hupe oder eine Pfeife).
Hundesportarten können
damit trainiert werden. Problemverhalten kann damit angegangen
werden. Das
Clicker-Training, bei dem auf jede körperliche Einwirkung oder Korrektur
verzichtet
wird, ermöglicht auch den Zugang zu verhaltensgestörten
Tieren und lockt scheue Tiere aus der
Reserve.
Ganz nüchtern gesehen ist Clickertraining schlichtweg die Übertragung
allgemeingültiger,
lerntheoretischer Grundlagen in die Hundewelt - in
der sie Jahrzehntelang sträflich missachtet
worden sind. Die Grundidee
ist, Bestärkung des erwünschten Verhaltens als effektivste Art,
Verhalten
zu beeinflussen. Ein Satz, den man sich merken sollte. Verhalten wird bestimmt
von
seinen Konsequenzen. Was heißt das? Belohnen Sie ein Verhalten, wird
Hund es wieder zeigen.
Das ist der Schlüssel für das Training.
Unser Hund soll - vielleicht für einen Obedience-Wettkampf - lernen, perfekt
bei Fuß zu laufen. Seine
Schulter soll exakt parallel zu unserem Bein
sein - wohin wir auch gehen. Wir haben einen sehr
quirligen Hund, der mal etwas
voraus ist, mal etwas dahinter. Allerhöchstens mal für einen Bruchteil
einer Sekunde befindet er sich in der richtigen Position. Ehe man nur Luft
geholt haben, um ihn dann
verbal zu loben oder nach einem Belohnungsleckerchen
greifen, ist er schon längst wieder in einer
anderen Position. Er wird
sich zwar über eine Belohnung freuen, aber nicht wissen, wofür er
sie
genau bekommt und damit auch nicht, wie er es beeinflussen kann, sie noch
einmal zu bekommen.
Sie ahnen wahrscheinlich, was wir nun brauchen. Eine Art "Brücke" zwischen
dem erwünschten
Verhalten und dem Zeitpunkt, in dem wir die Belohnung
präsentieren.
Etwas, was dem Hund signalisiert, das was du in genau diesem Moment tust, ist
richtig, du
bekommst jetzt gleich eine Belohnung dafür!
Click - wie versteht mein Hund was ich damit meine?
Natürlich hat das Geräusch des Clickers zunächst einmal überhaupt
keine Bedeutung für Ihren
Hund, ist ein Geräusch wie jedes andere
auch. Er muss erst lernen, das Geräusch mit etwas
Angenehmem zu verknüpfen.
Einstieg ins Clicker-Training ist deshalb die sogenannte
Konditionierung des
Clickers.
Erinnern Sie sich aus Ihrer Schulzeit an Pawlow,
die Glocke und die sabbernden Hunde?
Zur Auffrischung: Immer, bevor es Essen gab, läutete
der Verhaltensforscher eine Glocke. Bald
reichte schon alleine das Läuten der Glocke aus, damit
den Hunden buchstäblich das Wasser im
Munde zusammen lief. Ähnlich
funktioniert’s auch bei der Konditionierung des Clickers, Mensch
betätigt
den Clicker, und unmittelbar nach dem Click gibt man dem Hund eine Belohnung.
Diese Verkettung Click
+ Belohnung (im folgenden als C&B bezeichnet) zwanzig / dreißig
Mal
hintereinander und schon ist die Verknüpfung
hergestellt. Das Click bedeutet ab jetzt für
den Hund,
eine gute Sache kommt gleich! Die meisten
Hunde haben das blitzschnell begriffen.
Das Geräusch des Clickers hat nun für den Hund eine bestärkende
Bedeutung. Und ist ein
Versprechen! Deshalb auch niemals clicken, ohne eine
Belohnung zu geben.

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Clickertraining für
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Hunde erziehen mit dem Clicker
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Clicker Teil 2
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